Essen Motor Show 2014 – media/preview day: Nov, 28, 2014

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Media day, 28.11.2014

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Konferenzsaal, Messe Essen, 2.OG rechts

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left to right: O.P.Kuhrt, Messe Essen; Harald Schmidtke, VdAT; Jan Strecker, Moderator

Herr Kuhrt lieferte allseits bekannte Eckdaten der EMS ab und betonte, dass es für ihn die erste EMS seit Antritt als Geschäftsführer der Messe Essen sei, obwohl er bereits letztes Jahr ‚inkognito‘ über die Messe gelaufen sei, um Eindrücke zu sammeln.
Harald Schmidtke, Geschäftsführer des Verbandes deutscher Automobil Tuner, brachte die aus Tuner-Sicht am stärksten vertretenen Themen der EMS auf den Punkt:
-Sprühfolie als Alternative zur Klebefolie als ‚Aussenhaut‘,
-Felgenherstellung im Aluminium-Niederdruckverfahren versus klassischer Schmiedetechnologie, mit allen Vor- und Nachteilen beider Techniken,
-Der immer stärker werdende LED-Anteil im Bereich Fahrzeug-Aussenbeleuchtung und
-Kohlefaser-(An)bauteile für die Karosserie.
Beim Thema ‚Sprühfolie‘ erinnerte er die reiferen Semester des Auditoriums charmant an ihr Baujahr: Sprühfolie könne man vom Auto abziehen wie damals ‚Fantomas‘ seine grüne Maske (Anm.d.Autors: Jean Marais als blau-grün maskierter Fantomas und Louis de Funès jagten einander zw. 1964 und 1967 über die Kinoleinwände).
Schmidtke wies darauf hin, dass er zwischen seinem 18. und jetzigem 56. Lebensjahr 32 Autos ‚getunt‘ habe – statistisch 0,84 Fahrzeuge pro Jahr – ein Mann, der authentisch darüber spricht, was er selbst auch macht.
 

Die Ruhe vor dem Sturm? Nicht ganz. Statt einer kritisch hinterfragenden Kollegenschaft eine Plattform für Informationsaustausch zu bieten, wurde eine Abfolge an Kurzdarstellungen der Firmen, Organisationen und Ideen durch die auftretenden Protagonisten geboten.
Für mich als Pressekonferenz-Rookie eher ernüchternd. Statt Insider-Infos gab es, gefühlt, Gegoogeltes für den interessierten Autofan…Ist das tatsächlich automobiler Journalismus…!?!

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Die Hauptpressekonferenz der EMS 2014 wurde nach einer knappen Begrüssung seitens Moderator Jan Strecker mit einem Kurzfilm eingeläutet. Der zeitgemäss gestaltete Film sollte durch eine Vielzahl dynamisch wechselnder Bilder nebst handfester Rockmusik einen Eindruck vom Charakter der EMS vermitteln.

 

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Way up to the press conference!

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left to right: Prof.Dr.Ferdinand Dudenhöffer, University Duisburg/Essen; Andreas Allebrod, Drive-Car Sharing GmbH

DER Auto-Strom-Wissenschaftler und der Strom-Auto-Wirtschafter.
Der Professor liefert in allgemeinen Süddeutsch interessante Fakten zum Thema E-Mobilität in Deutschland, z.B.:
-Das Autofahrer-Land ist europäisches Schlusslicht bei E-Autos.
-Die Fahrzeuge sind „serienreif“, es fehle nur an Ladestationen. Als Vorzeige-E-Auto nannte der Professor den BMW i8, der mit einem 3-Zylinder-Verbrennungsmotor und einem E-Aggregat aufwartet.
(Anm.d.Autors: Serienreife heisst für Prof. Dudenhöffer eine Reichweite von 150 km. Der Kommentar Jan Streckers, seine Frau benötige das Auto täglich auch nur ca. 30 km, bekräftigte dieses Argument meines Erachtens immens…)
-Ladestationen fehlen. ‚Ladestation‘ wird bei uns im Pott auch gerne ‚Steckdose‘ genannt…
-Das Gegenteil zu Deutschland seien die Niederlande und Norwegen, die ja“…weiss Gott keine Autonationen sind…“ und wir uns trotzdem ein Besipiel an ihnen nehmen sollten, so Dudenhöffer.
Zur Verdeutlichung der Lage zog der Professor die Städte Amsterdam und Berlin heran. Die holländische Stadt weise in jeder Tiefgarage und in Bahnhofsnähe für 30 und mehr E-Fahrzeuge Ladestationen auf, Berlin habe keine vergleichbare Aktion zu bieten.
Ferner habe China besipielsweise 2-Takt-Motoren in den Innenstädten verboten, der Trend seien E-Roller. Prof. Dudenhöffer wies darauf hin, dass China der weltgrösste Fahrzeugmarkt sei und „…wir schon darauf schielen sollten…“
Zur Bekräftigung seiner Argumentation führte Dudenhöffer noch ein universitäres Experiment an: Aus 1000 Fahrerbewerbungen habe man 250 Fahrer für Testfahrten mit E-Mobilen gewinnen können. Die vorab grösstenteils negativ zum Thema ‚Stromauto‘ eingestellten Probanden hätten nach der Fahrt ihre Meinung geändert – genauer: 40% der Fahrer könne sich vorstellen, ein E-Auto zu kaufen.
Moderator Jan Strecker ergänzte dazu, man müsse nur etwas an dem ‚Sound‘ machen. Der Professor verwies dabei auf bereits vor 3 Jahren entwickelte Soundvarianten, die ein gewisser Herr Bodo Buschmann (Anm.d.Autors: BRABUS, Bottrop) sein geistiges Eigentum nennt…

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left to right: Johannes Hübner, S.I.H.A. Ausstellungen Promotion GmbH; Jan Strecker, Moderator

Ein Lichtblick der Pressekonferenz war Herr Johannes Hübner, Pressesprecher der S.I.H.A.Ausstellungen Promotion GmbH (Anm.d.Autors: S.I.H.A.ist der Organisator und Veranstalter der TechnoClassica in Essen:
http://www.siha.de/tce.php?m=3&ms=1)
Als ‚Highlights‘ der diesjährigen EMS lenkte Hübner die Aufmersamkeit auf folgende Details:
-Ein gold-lackiertes ‚altes‘ Ford Mustang Cabrio in Halle 1
-Die (vorgezogene, da eigentlich in 2015 stattfindende) 80-Jahres-Hommage an Jaguar mit dem Original-D-Type
aus 1956 (Le Mans), dem 1983er XJ-S von Tom Walkinshaw und dem XJ-R 9LM ‚Silk Cut‘-Jaguar aus 1988 (alle unverkäuflich).
-Ca. 250 Verkaufsautos stünden für interessierte Käufer bereit, vom Victoria-Spatz mit 250 ccm-Motörchen über Heinkel Kabinenroller, NSU Quickly und BMW Isetta bis zu ‚käuflichen‘ Jaguars und anderen Lack-erbissen, auch jenseits der 100.000€.
-Erstmals wurden ALLE jemals produzierten Lamborghini-SEREIN-Fahrzeuge an einer Stelle präsentiert!

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left to right: Ralph Caba, Ford; Dr. Jens Thiemer, Mercedes-Benz; Chrisitan Scheppach, BMW; Jan Strecker, Moderator

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